Zum Stand der Schreibdinge XXII

Nachdem ich den Juni blogtechnisch verpasst habe, gibt es heute mal wieder eine kurze Zusammenfassung dessen, was in letzter Zeit an der Schreibfront geschehen ist.

  • Die von Michael Schmidt herausgegebene Anthologie »Ab 18!«, in der meine auch schon im Second Life vorgetragene Geschichte »Ungeziefer« enthalten ist, ist im Verlag Saphir im Stahl als Taschenbuch erschienen. Für 12,95 Euro gibt es 19 ganz unterschiedliche Geschichten. Natürlich ist auch die E-Book-Ausgabe weiterhin verfügbar.
Belegexemplare zur Anthologie »Ab 18!«

Belegexemplare zur Anthologie »Ab 18!«

  • Für ein Projekt, über das ich noch nicht mehr sagen kann, habe ich den ersten Beitrag mit rund 40.000 Zeichen abgegeben. Und es handelt sich dabei nicht um eine Kurzgeschichte.
  • Außerdem habe ich an einer seit Monaten andauernden Aufgabe weitergearbeitet und Fragen beantwortet. Das hätte eigentlich an einem Nachmittag erledigt sein sollen, aber hat sich für mich persönlich als sehr intensive und anstrengende Erfahrung herausgestellt. Ich kannte einfach auf einige Fragen die Antworten selbst noch nicht. Ich  kenne sie teilweise nach dieser langen Beschäftigung mit den Fragen immer noch nicht, aber ich bin jetzt erst einmal zufrieden damit, sie nicht zu kennen. Wenn der Fragesteller noch an den Antworten interessiert ist, dann werde ich euch demnächst informieren, wo ihr auch einen Blick darauf werfen könnt.
  • Und schließlich habe ich gehört, dass die ersten Exemplare von Holger M. Pohls D9E-Romans »Fünf für die Freiheit« bei den Bestellern eingetroffen sind. Die übrigen Exemplare liegen aufgrund des Poststreiks in einem Versandzentrum und warten geduldig auf einen eingeschleusten Agenten des Den-Haag-Instituts, der sie in Sicherheit bringt. Wenn ihr zu den glücklichen Schon-Besitzern gehört: Viel Spaß beim Lesen.

So viel für heute. Schmelzt nicht.

»Ungeziefer« – E-Book-Veröffentlichung und Lesungs-Video

Zwei kurze Informationen zu meiner Geschichte »Ungeziefer«

1. Das E-Book der von Michael Schmidt herausgegebenen Anthologie »Ab 18!«, in der mein »Ungeziefer« sein Unwesen treibt, ist jetzt bei Amazon verfügbar. Bei dem Preis von 3,99 EUR für 19 Geschichten könnt ihr nicht viel falsch machen. Die Print-Ausgabe wird voraussichtlich im Sommer bei Saphir im Stahl erscheinen, wie auch die Zwielicht-Anthologien von Michael.

2. Falls ihr doch erst mal wissen wollt, worauf ihr euch einlasst, könnt ihr euch einen Ausschnitt meiner Second-Life-Lesung vom »Ungeziefer« vom 12. April bei Youtube anschauen. Clairediluna Chevalier war so freundlich, ein tolles Video zu gestalten, in dem ihr vor allem auch die fantastisch passende Bühnengestaltung von Barlok Barbosa bewundern könnt:

Details zur Second-Life-Lesung am 12. April

Wie ich vor einiger Zeit schon mitteilte, werde ich am 12. April eine Lesung einiger meiner Kurzgeschichten halten. Das Besondere an dieser Lesung ist, dass sie nicht in einer Buchhandlung oder auf einer Convention stattfindet, sondern im Internet, genauer gesagt im Second Life.

Merlin Thomas liest in Second Life am 12. April 2015

Merlin Thomas liest in Second Life am 12. April 2015

Das ist nun vielleicht für viele nicht so alltäglich und daher kann ich mir vorstellen, dass es dazu einige Fragen gibt, die ich gerne zu beantworten versuche.

Was ist denn Second Life?

Second Life ist eine virtuelle Welt. In etwa kann man es sich als Versuch vorstellen, dass umzusetzen, was sich in den Anfangsjahren des Begriffes einige Leute als Cyberspace vorgestellt haben. Man benutzt ein spezielles Computerprogramm, ähnlich einem Webbrowser, um einen Avatar, eine Art Spielfigur, durch eine größtenteils von den Teilnehmern selbst gestaltete Welt zu bewegen und mit anderen Nutzern zu interagieren. Zum Beispiel, indem einer eine Geschichte vorliest und die anderen zuhören und im Anschluss Fragen stellen oder kommentieren.

Im Prinzip ist es ähnlich einem Computerspiel, in dem man eine Figur steuert, nur ohne vorgegebene Handlung. Es wird lediglich ein (virtueller) Raum zur Verfügung gestellt, der von engagierten Freiwilligen mit Häusern, Möbeln, Dekoration und allem, was ihnen einfällt, gefüllt wird.

Was brauche ich, um dorthin zu kommen?

Nicht viel. Einen Computer und einen Internetanschluss. Auf dem Computer installiert man einen Second-Life-Client und mit dem legt man sich einen Account an. Dann bekommt man einen Standard-Avatar zugewiesen, den man sich noch ein wenig individualisieren kann. Und schon ist man drin.

Wie das technisch genau abläuft, hat Thorsten Küper viel besser erklärt, als ich das könnte, daher besucht doch einfach mal seine Anleitung zum Second-Life-Besuch.

Kostet das was?

Nein. Weder der Client noch der Account noch der Besuch der Lesung kosten etwas. Wenn man spezielle Kleidung für seinen Avatar haben möchte oder selbst Gebäude im Second Life erstellen möchte, dann muss man tatsächlich Geld in die Hand nehmen, aber notwendig, um die Lesung zu genießen, ist es auf keinen Fall.

Second Life ist riesig, wie finde ich mich da zurecht?

Sobald der Client installiert ist, einfach hier klicken. Dann öffnet sich euer Standard-Browser und leitet euch an euren Second-Life-Client weiter, der euren Avatar nach dem Einloggen dann direkt zum Veranstaltungsort versetzt. Oder die sogenannte SLURL von Hand im Client eingeben bzw. einkopieren: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/131/159/23 

Und wer hat das alles gebaut?

Meine Lesung findet im Rahmen des BB-E-Book-Events 2015 statt. Das BB steht dabei für Brennende Buchstaben, einer Gruppe von Kulturschaffenden, die sich Second Life als verbindendes Medium gewählt haben, um ortsunabhängig möglichst viele Interessierte ansprechen zu können. Mehr Informationen gibt es hier: http://brennendebuchstaben.blogspot.de/

Lesen auch noch andere?

Na klar. Ich bin am Sonntag nur das Vorprogramm für Sandra Baumgärtner. Außerdem lesen im Rahmen der BB-E-Book-Wochen unter anderem noch Christian Günther, Horus W. Odenthal, Anja Bagus und Sean O’Connell. Das komplette Programm findet sich unter: http://kueperpunk2012.blogspot.de/p/bb-e-book-event-2015.html.

Aber auch sonst finden immer wieder mal Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen wie Theaterstücke oder Stand-Up-Comedy statt. Auf dem Laufenden bleibt ihr auf jeden Fall, wenn ihr Kueperpunk folgt.

Kommt bei so einer Lesung überhaupt jemand?

Das hoffe ich sehr 🙂

Bei den bisherigen Lesungen, bei denen ich als Lesender oder auch als Zuhörer teilgenommen habe, waren immer so zwischen 15 und 40 Leuten, würde ich schätzen. Und mit dir sind es dann schon 16 bis 41!

Und was erwartet mich da inhaltlich?

Hundertprozentig habe ich mich noch nicht festgelegt, aber wir machen auf jeden Fall einen Ausflug in das Somalia in der Zeit nach der nuklearen Befriedung durch US-Truppen und beschäftigen uns mit Ungeziefer, das seinen Weg in eine idyllische Wohngegend gefunden hat.

Klingt gut. Wann war das nochmal?

Am Sonntag, den 12. April ab 20:00 in Barloks Hafen: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/131/159/23

Warum hast du meine Frage nicht beantwortet?

Keine böse Absicht, ich habe nur nicht an sie gedacht. Hinterlasse sie doch in den Kommentaren, sprich mich auf Twitter an (@wortwerken) oder schreib mir eine Mail an web@wortwerken.de und ich werde mich bemühen, eine Antwort zu finden.

 

Vielleicht sehen wir uns demnächst im Second Life. Ich würde mich freuen.