Lese-Challenge 2018: Reise durch die Genres

Hervorgehoben

Anfang des Jahres bin ich über eine Blog-Challenge gestolpert, der ich mich dieses Jahre stellen möchte: Eine Reise durch die Genres. Wer mehr dazu wissen will, findet das bei den Ausrichtern von Gerngelesen oder in meinem ersten Artikel zum Thema.

Es geht darum, jeden Monat ein Buch aus einem vorgegebenen Genre zu lesen und zu besprechen. Auf dieser Seite werde ich eine Liste der gelesenen Bücher pflegen und die jeweiligen Artikel verlinken.

  • Genre des Monats Januar 2018: Fantasy. Gelesen: „Die Klingen des Lichts“ von Lois McMaster Bujold
  • Genre des Monats Februar 2018: Krimi. Gelesen: „Die Wälder am Fluss“  von Joe R. Lansdale

Gelesen: Lois McMaster Bujold – Die Klingen des Lichts

Wer diesem Blog oder meinem Twitter-Account schon länger folgt, wird eventuell mitbekommen haben, dass ich ein großer Fan des Barrayar-Zyklus von Lois McMaster Bujold bin. Neben diesen Science-Fiction-Büchern hat die Autorin aber auch noch einige Fantasy-Reihen und -Romane geschrieben, von denen zumindest die auf Deutsch erschienen Bände schon seit längerem ungelesen in meinem Regal stehen, seit es sie vor einiger Zeit mal günstig im Abverkauf gab.

Anfang des Jahres war es dann mal wieder Zeit, ein neues Buch aufzuschlagen. Dabei kam mir Reise-durch-die-Genres-Challenge vom Gerngelesen-Blog in den Sinn, über die ich zufällig – vermutlich auf Twitter – gestolpert war. Es geht darum, in jedem Monat des Jahres 2018 ein Buch aus einem anderen, vorgegebenen Genre zu lesen und darüber eine Rezension zu verfassen. Ich fand diese Herausforderung aus zwei Gründen attraktiv. Zum einen fördert sie den Blick über den Tellerrand des Lieblingsgenres hinaus, was sowieso nicht schadet und zum anderen könnte sie dazu beitragen, einen kontinuierlichen Fluss an Blogartikeln beizubehalten. Die Frequenz von einem Buch pro Monat erschien mir auch machbar, so dass ich mich – ohne mich auch nur mental schon zur Teilnahme an der Challenge zu verpflichten – dazu entschied, mich zumindest an dem Januar-Genre zu orientieren. Nun habe ich im Bereich der Fantasy durchaus noch einige ungelesene Bücher herumstehen, aber ich griff zum ersten Band des vierbändigen Sharing-Knife-Zyklus von Lois McMaster Bujold mit dem Titel „Die Klingen des Lichts“.

Als ich mich nach dem Lesen ein wenig mit den Rezensionen auf Goodreads und Amazon beschäftigte, stellte ich fest, dass diese sehr polarisiert ausfallen. Und ich kann durchaus verstehen, dass einige enttäuscht sind, dass sie nicht das bekommen haben, was sie anhand des Klappentexts und der allgemeinen genre-üblichen Konventionen erwartet haben. Es handelt sich hier keinesfalls um eine epische Fantasy-Saga, in der Gut gegen Böse kämpft, Schlachten geschlagen und Länder erobert werden. Vielmehr handelt es sich um eine recht gradlinige Liebesgeschichte vor dem Hintergrund einer Welt mit durchaus epischem Potenzial.

Die ungewollt schwangere Bauerntochter Fawn verlässt ihr Heimatdorf, um den anderweitig verlobten Kindsvater zu vergessen und sich in der Stadt einen Beruf zu suchen, mit dem sie ihr Kind durchbringen kann. Unterwegs wird sie von den Handlangern eines Landzehrer oder Übel genannten bösen Wesens gefangen genommen, dem sie das Ungeborene Opfern wollen, damit es mehr weltliche Gestalt in der Realität annehmen kann.

Doch der einhändige Striefenreiter Dag vom magisch begabten Volk der Seenläufer, der mit seiner Patrouille gegen die Übel kämpft, kann sie befreien und Fawn selbst gelingt es sogar, mit dem Dolch von Dag das Übel zu töten. Dabei wird der Knochendolch anscheinend geprägt, was eigentlich nur geschehen sollte, wenn ein Streifenreiter selbst sein Leben opfert, um seine Lebenskraft in den Dolch fließen zu lassen. Dieses Mysterium möchte Dag mit Fawns Hilfe bei seinem eigenen Volk aufklären.

Und damit ist der Action-Teil des Buches nach dem ersten Drittel auch abgeschlossen. Der Rest handelt nun davon, wie sich Dag und Fawn ihrer Liebe füreinander bewusst werden und wie sie zunächst die Hindernisse, die ihnen in Dags Patrouillen-Verband und später dann in Fawns Familie entgegenstehen, überwinden.

Das passt sicherlich nicht jedem Fantasy-Leser. Mir hingegen hat es sehr gut gefallen. Die ganz große Dramatik bleibt dabei aus und eigentlich gibt es auch während des Lesens keinen Zweifel daran, dass die beiden die eher kleinen Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellen, auch meistern können. Die aus entsprechenden Liebesfilmen bekannte Krise zwischen den Liebenden bleibt – für mich positiverweise – auf der Strecke. Gleichzeitig kann das Buch dadurch aber auch auf der personalen Ebene ein wenig konfliktarm wirken, was gewöhnungsbedürftig ist und vermutlich auch eine Rolle dabei gespielt hat, dass Fawn sich in einigen Rezensionen dem Vorwurf stellen muss, eine Mary Sue zu sein. Das ist vermutlich ein Vorwurf, den jede einigermaßen starke Frauenfigur heutzutage über sich ergehen lassen muss. Natürlich ist Fawn eine liebenswerte Identifikationsfigur, die die Stärke besitzt, über die Personen in ihrem Umfeld – in angemessenem Maße, wohlgemerkt – hinauszuwachsen. Aber meine Güte, das ist die Definition eines Protagonisten und wer es nicht ertragen kann, dass auch Frauen zu so etwas in der Lage sind, der soll sich gefälligst einen anderen Planeten suchen.

Für mich war dieses Buch auf jeden Fall ein Glückstreffer. Auch ich habe nicht das bekommen, was ich anhand des Klappentextes erwartet habe, aber das bewerte ich in diesem Fall sehr positiv. Wer also Lust hat, eine Romanze in einem fantastischen Setting zu lesen, von deren drei Fortsetzungen jedoch nur noch eine auf Deutsch erschienen ist, der darf ruhig einmal einen Blick riskieren. Ich werde sicherlich in Zukunft mal schauen, wie die Geschichte weiter geht und was es mit dem mysteriösen Dolch auf sich hat.

Gesehen: »Justified« – Season 3

Amazon Prime Instant Video sei dank ist der coolste Deputy US Marshal der Fernsehgeschichte zurück auf meinem Bildschirm: Raylan Givins (Timothy Olyphant, »Stirb Langsam 4.0«, »Deadwood«). Nur echt mit Cowboyhut und locker sitzendem Colt Verzeihung, Glock.

Nachdem das Problem mit der Gangsterfamilie Bennett in Staffel 2 (fast komplett) gelöst wurde, buhlen in Staffel 3 nicht nur die alten Bekannten wie Boyd Crowder (Walton Goggins, »The Shield«) und seine Bande (der jetzt auch Raylans Vater Arlo angehört) oder der zwielichtige Wynn Duffy um Aufmerksamkeit, sondern es betreten auch neue Herausforderer das Spielfeld, darunter Robert Quarles (Neal McDonough, »Star Trek: First Contact«) ein unliebsamer Vertreter eines Detroiter Verbrechersyndikats, der sich mit dem Aufbau des organisierten Verbrechens im ländlichen Kentucky bei seinem Ziehvater rehabilitieren möchte sowie der undurchschaubare Limehouse (Mykelti Williamson, »Forrest Gump«), der nicht nur gerne schlachtet und über alles Bescheid weiß, was in Harlan County und Umgebung so passiert, sondern auch seinen Reichtum und Einfluss gerne steigert. Ach ja, ein Mitglied der Familie Bannett hatte auch noch überlebt und verfolgt eigene Interessen: Dickie.

Die Autoren brauchte nicht viele der 13 Folgen der Staffel, um die verschiedenen Gruppierungen auf dem verschwitzten, südstaatlichen Spielfeld so miteinander zu verstricken, dass schnell klar wird, dass es kein gutes Ende nehmen kann. Und dass Raylan sicherlich wieder Gelegenheit bekommen wird, schneller zu ziehen als sein Gegenüber. Während er hauptsächlich auf Quarles Jagd macht, wobei ihm aber auch seine persönliche Beziehung zu seinem alten Kumpel Boyd Crowder in die Quere kommt und dafür sorgt, dass er zeitweise ins Visier des FBI gerät, muss er gleichzeitig auch die Beziehung zu seiner Ex-Frau, die ein Kind von ihm erwartet, in den Griff bekommen. Und zwischendurch ist auch noch der ein oder andere Auftrag im Dienste des Marshall Service zu erfüllen, zum Beispiel, wenn Häftlinge aus dem Gefängnis fliehen (oder besser gesagt geflohen werden) oder Mitglieder des Zeugenschutzprogrammes in Gefahr geraten.

Wer eine realistische Darstellung von Polizeiarbeit erwartet, der sollte sich woanders umsehen. »Justified« ist im Endeffekt ein moderner Western, in dem der schweigsame, einzelgängerische Marshall in die Stadt kommt, um aufzuräumen. Dieses Grundkonzept wurde aufbauend auf Erzählungen von Elmore Leonard mit den besten Kunstgriffen moderner Seriendramaturgie aufgewertet: plastische Figuren, atmosphärische Dichte und übergreifende Storylines.

Gerade letzteres ist übrigens der Grund dafür, dass Neueinsteiger mit Staffel 1 beginnen sollten, falls jetzt ihr Interesse geweckt ist, ansonsten bleibt vermutlich das ein oder andere Detail unverständlich. Ich kann die Serie nur empfehlen und freue mich, dass auch Staffel 4 bei Prime verfügbar ist.

Filmempfehlung I: »Krieg der Eispiraten«

Es gibt verschiedene Arten von Filmen, die ich zu meinen Lieblingsfilmen zähle. Zum einen gibt es die Filme, die einen – sagen wir mal – »gewichtigen« Eindruck hinterlassen, die anregen, über ein Thema nachzudenken, sich im weitesten Sinne dadurch definieren, dass sie die menschliche Natur beleuchten. Spontan fallen mir in dem Bereich zum Beispiel »Es war einmal in Amerika«, »Blade Runner« oder auch »American History X« ein. Das sind aber Filme, die ich nur alle paar Jahre einmal gucken kann.

Dann gibt es die perfekt gemachten Unterhaltungsfilme wie »Avengers« oder »Zurück in die Zukunft«. Keine Frage, die gucke ich auch mal gerne.

Und schließlich gibt es noch die dritte Sorte, die schwerer zu greifen ist. Eher kleinere Filme, nicht unbedingt unbekannt oder independent aber auch nicht die großen Kassenschlager. Oft schon älteren Datums. Und wenn man sie objektiv betrachtet sicherlich auch mit Schwächen behaftet. Vielleicht ist das entscheidende einfach nur, dass ich diese Filme als Kind das erste Mal gesehen und daher eine stärkere emotionale Bindung zu ihnen habe. Aber das sind Filme, die ich immer wieder gucken kann. Und wenn man das als Definition nimmt, sind es meine tatsächlichen Lieblingsfilme. In loser Folge möchte ich euch aus dieser Kategorie ausgewählte Filme vorstellen. Den Anfang macht:

»Krieg der Eispiraten« (neu: »Die Eispiraten«, engl.: »The Ice Pirates«)

Wasser ist das wertvollste Gut im bekannten Universum. Die bösen Templer vom Planeten Mithras kontrollieren die letzten Reserven der Galaxis. Tapfere Piraten, wie die Crew von Captain Jason, überfallen deren Schiffe, in denen das Wasser in Form von Eis transportiert wird.

Bei einer der Kaperaktionen fällt ihnen die Prinzessin Karina in die Hände und als waschechter Pirat kann Jason nicht widerstehen, sie zu entführen. Auf der Flucht werden er und seine Crew jedoch geschnappt. Doch Karina hat ein Interesse an Jason entwickelt, denn sie hat eigene Pläne, die sie verfolgt, und rettet ihn daher vor dem Schicksal als Eunuchensklave.

Rebellen, pardon, Piraten die gegen ein böses Imperium kämpfen; eine Prinzessin mit einem Roboter (namens Percy), ein böser Oberkommandierender und nicht zuletzt der alte deutsche Titel zeigen schon, auf welcher Welle dieser Film aus den frühen 80er Jahren reitet: Krieg der Sterne ist angesagt, abgeschmeckt mit einer Dosis Mad Max und einer Prise Aliens.

Dass das trotzdem Spaß macht, liegt daran, dass der Film sich selbst nicht zu ernst nimmt, ohne dabei aber in die Albernheiten einer reinen Parodie wie etwa Spaceballs abzurutschen. Stattdessen schmeißen die Macher alles in die Waagschale, was ihnen an absurden Einfällen gekommen ist: Kung-Fu-kämpfende Roboter, Weltraumherpes, säbelschwingende Amazonen, sprechende körperlose Köpfe. Das ist nicht zwingend logisch, aber immer unterhaltsam. Insbesondere für den Endkonflikt wurde eine überraschende Lösung durch kreative Interpretation der Zeitdilatation gefunden.

Die Special Effects sind natürlich nicht auf Weltklasse-Niveu, aber selbst da haben die Macher aus der (Geld-)Not eine Tugend gemacht und die Bedienung der Geschütze im Weltraumkampf beispielsweise mit Hilfe eines Space-Invaders-Spielautomaten umgesetzt.

Auf der Besetzungseite erleben wir einen frühen Auftritt der späteren Genregröße Ron Perlman (»Hellboy«), was ja immer lohnend ist. In der Hauptrolle schlägt sich Fernsehstar Robert Urich (»Spenser« – die Serie hätte ich übrigens gerne mal auf DVD!) in einem seiner wenigen Filmauftritte wacker. Ihm gegenüber sehen wir Mary Crosby, die einige Jahre zuvor die Ehre hatte, J.R. Ewing niederschießen zu dürfen. Außerdem ist auch noch John Carradine in einer seiner letzten Rollen dabei. Abgerundet wird das Ensemble schließlich von Anjelica Huston (»Die Addams Family«) als Raumpiratin. Alles in allem also eine recht sehenswerte Besetzung für einen Genre-B-Movie.

Hinter den Kulissen arbeitete hauptsächlich Stewart Raffill als Regisseur und Drehbuchautor, der ansonsten wohl vor allem für die Regie von »Das Philadelphia-Experiment«, ein Zeitreise-Abenteuer mit Michael Paré und Nancy Allen, bekannt sein sollte. Das bekannteste Werk seines Co-Autors Stanford Sherman dürfte wohl der Fantasy-Film »Krull« sein.

Der Film ist heutzutage problemlos auf DVD zu bekommen, ich hatte mir vor einigen Jahren noch die niederländische DVD besorgt, um meine VHS-Cassette mit der ARD-Nachtaufzeichnung aus den 90ern endlich (und trotzdem schweren Herzens) entsorgen zu können.

Insgesamt ist »Krieg der Eispiraten« einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Das ist bei weitem keine anspruchsvolle Kunst, das ist auch beileibe keine Hard-SF, das ist das, was der Titel verspricht: ein Piratenabenteuerfilm im Weltall. Mit ordentlich Action, viel Humor, etwas Romantik – und jeder Menge Spaß.

Gelesen: Jim Butcher – Death Masks (Book 5 of the Dresden Files) / Silberlinge

Worum geht es?

Harry Dresden nimmt an einer Fernsehtalkshow teil, um unauffällig von einem Informanten Informationen über seine verlorene Liebe Susan zu bekommen (die auf halben Weg zur Verwandlung in einen Vampir am Ende von Band 3 aus Chicago geflohen war). Einer der anderen Gäste entpuppt sich als mächtiger Vampir, der Harry zu einem Duell herausfordert, das – im Falle von Harrys Tod – den Krieg zwischen Vampiren und Magiern beenden würde. Ebenfalls vor Ort: ein Gesandter des Vatikan, der Harry damit beauftragt, das gestohlene Leichentuch von Turin wiederzubeschaffen. Als Harry mit seinem Auftraggeber zusammen das Fernsehstudio verlässt, werden sie von Handlangern des Gangsterbosses Marcone mit Gewehrfeuer erwartet. Schließlich ruft ihn sein Polizeikontakt Karen Murphy noch in eine Leichenhalle, in der ein Mann liegt, der an allen nur denkbaren Infektionskrankheiten gleichzeitig gestorben ist. Und auf dem Rückweg von dort, greift ein unvorstellbar mächtiger Dämon Harry in einer Gasse an.

Was gefällt?

Wie man sieht, geht es mal wieder rund im Leben von Harry Dresden. Auch diesmal wieder bekommt der Protagonist kaum eine Verschnaufpause und wird von allen Seiten vor unausweichbare Herausforderungen gestellt. Das unheimliche Tempo reißt einen als Leser mit.

Auch gibt es ein Wiedersehen mit verschiedenen interessanten Figuren aus den letzten Romanen, dazu aber auch wieder ein paar neue Bekanntschaften, die Lust auf mehr machen.

Schön ist auch, dass ein Handlungsfaden aus Band 3 hier endlich wieder aufgegriffen wird – wenn auch nicht unbedingt mit einem (mich) zufriedenstellenden Ergebnis.

Und schließlich schafft es Butcher wieder, ganz neue, in der Serie bislang ungenutzte mythologische Seiten aufzuschlagen, aus denen er sich hier bedient. Diesmal mit biblischem Hintergrund.

Was gefällt nicht?

Wie schon angedeutet, gefällt mir nicht sonderlich, wie einer der Handlungsfäden aufgelöst wird. Aber das ist persönliche Lesersicht. Plottechnisch kann das durchaus sinnvoll sein, mal sehen, was da noch nach kommt. (Obwohl ich wenig Hoffnung auf einen guten Ausgang habe, wenn ich einige Anmerkungen, über die ich im Internet bereits gestolpert bin, richtig deute. Bei einer so alten Serie ist es nicht immer leicht, alle Spoiler zu umgehen.)

Darüber hinaus ist das zwar ein rasantes Abenteuer, das schön an die vorhergehenden anschließt, aber mir fehlt da irgendwie etwas Neues, eine Weiterentwicklung. Das ist Mehr vom Gleichen, ja, und das Gleiche ist gut gemacht, aber beim fünften Mal nicht mehr so befriedigend wie die ersten Male.

Was kann man als Autor lernen?

Wie schon bei Band 3 beschrieben, sind die Dresden-Files-Romane meiner Meinung nach ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man seinem Protagonisten immer das Schlimmste antun sollte, was man sich ausdenken kann. Wenn man eine Figur schafft, die das durchsteht, hat man fast sicher auch eine geschaffen, die es wert ist, dass man Bücher über sie schreibt.

Fazit

Ermüdungserscheinungen? Ich weiß nicht recht. Vielleicht ein wenig bei mir als Leser. Ich glaube nicht, dass man sie dem Autor anlasten kann. Bislang hatte ich nach dem Ende eines Bandes immer gleich den nächsten gekauft, um ihn auf dem Kindle griffbereit zu haben, wenn das Verlangen mich überkommt. Dieses Mal war ich lange der Meinung, dass ich es nicht tun würde. Aber nach dem rasanten Finale habe ich dann doch wieder den Kaufknopf gedrückt. (Zumal ich auch schon gehört habe, dass die Serie sich noch steigern soll. Das will ich dann ja doch nicht verpassen.)