Erschienen: »Totenruhe«

Bereits im letzten Oktober hat Herausgeber Stefan Holzhauer seine Steampunk-Chroniken mit dem Doppelband »Mechanische Geister« und »Geistermaschinen« fortgesetzt.

In letzterem finden sich neben illusteren Namen wie Tedine Sanss, Christian Günther, Sean O’Connell oder Tanja Meurer auch meiner, denn ich bin mit meiner Geschichte »Totenruhe« vertreten. Dass eine solche zu stören unerwünschte Nebenwirkungen haben kann, sollte jedem vernünftigen Gentleman durchaus klar sein. Aber wenn der Profit hoch genug ist, ist der eine oder andere bereit, von seinen Prinzipien abzuweichen, wie Lady Sanna Crowley und ihre Dienerin Jaya erfahren müssen.

Für angenehmen Schauer an der Grenze zwischen Dampftechnik und Geisterbeschwörung ist bei dem Anthologiethema »Gaslicht« auf jeden Fall gesorgt.

Beide neuen Bände der Steampunk-Chroniken stehen auf der Projektseite zum kostenfreien Download bereit. Die Veröffentlichung über E-Book-Shops soll – genau wie eine Print-Ausgabe – noch folgen.

Nutzt die Gelegenheit, bevor der Frühling sich breit macht und die Stimmung verdirbt.

Nach der Lesung ist vor der Veröffentlichung

Jetzt ist es schon fast zwei Wochen her, dass ich meine Lesung im Second Life abgehalten habe. Mein Fazit: Es war großartig.

Rund dreißig Leute waren gekommen und alle Äußerungen, die ich bisher gehört habe, waren überwiegend positiv bis überwältigend. Ich freue mich. Es hat sich somit für mich auf jeden Fall gelohnt, denn es soll nicht verschwiegen werden, dass so eine Lesung, auch wenn sie nur virtuell ist, trotzdem eine recht anstrengende Angelegenheit ist. Danach war ich richtig fertig.

Aber wozu soll ich hier viel schreiben, wenn andere das schon getan haben (und das auch noch mit schönen Fotos von der Lesung dazu), daher hier ein paar Links zu Beiträgen über die Lesungen des Abends. (Nach mir hatte ja noch Sandra Baumgärtner gelesen):

Vielen Dank noch mal an alle, die gekommen sind, um mir zuzuhören, an alle, die sich die Mühe gemacht haben, im Nachhinein darüber zu berichten, an alle, die an der Organisation dieser Lesung und auch des ganzen E-Book-Events beteiligt waren und ganz besonderen Dank an Barlok für das hervorragend auf Grundlage meiner Geschichte gestaltete Bühnenbild. Das hat die Lesungsatmosphäre sicherlich noch mal deutlich gesteigert.

Zwei Anmerkungen noch:
– Wer noch im Rahmen dieses E-Book-Events Second-Life-Lesungen hören möchte, der hat dazu noch bis zum 1. Mai die Gelegenheit, unter anderem mit Anja Bagus oder C.M. Hafen. Alle noch offenen Programmpunkte findet ihr bei den Brennenden Buchstaben.
– Die Anthologie „Ab 18!„, aus der die Geschichte „Ungeziefer“ stammt, ist inzwischen als E-Book vorbestellbar, zum Beispiel bei Amazon. Eine Print-Ausgabe wird voraussichtlich im Sommer bei Saphir im Stahl erscheinen.

Details zur Second-Life-Lesung am 12. April

Wie ich vor einiger Zeit schon mitteilte, werde ich am 12. April eine Lesung einiger meiner Kurzgeschichten halten. Das Besondere an dieser Lesung ist, dass sie nicht in einer Buchhandlung oder auf einer Convention stattfindet, sondern im Internet, genauer gesagt im Second Life.

Merlin Thomas liest in Second Life am 12. April 2015

Merlin Thomas liest in Second Life am 12. April 2015

Das ist nun vielleicht für viele nicht so alltäglich und daher kann ich mir vorstellen, dass es dazu einige Fragen gibt, die ich gerne zu beantworten versuche.

Was ist denn Second Life?

Second Life ist eine virtuelle Welt. In etwa kann man es sich als Versuch vorstellen, dass umzusetzen, was sich in den Anfangsjahren des Begriffes einige Leute als Cyberspace vorgestellt haben. Man benutzt ein spezielles Computerprogramm, ähnlich einem Webbrowser, um einen Avatar, eine Art Spielfigur, durch eine größtenteils von den Teilnehmern selbst gestaltete Welt zu bewegen und mit anderen Nutzern zu interagieren. Zum Beispiel, indem einer eine Geschichte vorliest und die anderen zuhören und im Anschluss Fragen stellen oder kommentieren.

Im Prinzip ist es ähnlich einem Computerspiel, in dem man eine Figur steuert, nur ohne vorgegebene Handlung. Es wird lediglich ein (virtueller) Raum zur Verfügung gestellt, der von engagierten Freiwilligen mit Häusern, Möbeln, Dekoration und allem, was ihnen einfällt, gefüllt wird.

Was brauche ich, um dorthin zu kommen?

Nicht viel. Einen Computer und einen Internetanschluss. Auf dem Computer installiert man einen Second-Life-Client und mit dem legt man sich einen Account an. Dann bekommt man einen Standard-Avatar zugewiesen, den man sich noch ein wenig individualisieren kann. Und schon ist man drin.

Wie das technisch genau abläuft, hat Thorsten Küper viel besser erklärt, als ich das könnte, daher besucht doch einfach mal seine Anleitung zum Second-Life-Besuch.

Kostet das was?

Nein. Weder der Client noch der Account noch der Besuch der Lesung kosten etwas. Wenn man spezielle Kleidung für seinen Avatar haben möchte oder selbst Gebäude im Second Life erstellen möchte, dann muss man tatsächlich Geld in die Hand nehmen, aber notwendig, um die Lesung zu genießen, ist es auf keinen Fall.

Second Life ist riesig, wie finde ich mich da zurecht?

Sobald der Client installiert ist, einfach hier klicken. Dann öffnet sich euer Standard-Browser und leitet euch an euren Second-Life-Client weiter, der euren Avatar nach dem Einloggen dann direkt zum Veranstaltungsort versetzt. Oder die sogenannte SLURL von Hand im Client eingeben bzw. einkopieren: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/131/159/23 

Und wer hat das alles gebaut?

Meine Lesung findet im Rahmen des BB-E-Book-Events 2015 statt. Das BB steht dabei für Brennende Buchstaben, einer Gruppe von Kulturschaffenden, die sich Second Life als verbindendes Medium gewählt haben, um ortsunabhängig möglichst viele Interessierte ansprechen zu können. Mehr Informationen gibt es hier: http://brennendebuchstaben.blogspot.de/

Lesen auch noch andere?

Na klar. Ich bin am Sonntag nur das Vorprogramm für Sandra Baumgärtner. Außerdem lesen im Rahmen der BB-E-Book-Wochen unter anderem noch Christian Günther, Horus W. Odenthal, Anja Bagus und Sean O’Connell. Das komplette Programm findet sich unter: http://kueperpunk2012.blogspot.de/p/bb-e-book-event-2015.html.

Aber auch sonst finden immer wieder mal Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen wie Theaterstücke oder Stand-Up-Comedy statt. Auf dem Laufenden bleibt ihr auf jeden Fall, wenn ihr Kueperpunk folgt.

Kommt bei so einer Lesung überhaupt jemand?

Das hoffe ich sehr 🙂

Bei den bisherigen Lesungen, bei denen ich als Lesender oder auch als Zuhörer teilgenommen habe, waren immer so zwischen 15 und 40 Leuten, würde ich schätzen. Und mit dir sind es dann schon 16 bis 41!

Und was erwartet mich da inhaltlich?

Hundertprozentig habe ich mich noch nicht festgelegt, aber wir machen auf jeden Fall einen Ausflug in das Somalia in der Zeit nach der nuklearen Befriedung durch US-Truppen und beschäftigen uns mit Ungeziefer, das seinen Weg in eine idyllische Wohngegend gefunden hat.

Klingt gut. Wann war das nochmal?

Am Sonntag, den 12. April ab 20:00 in Barloks Hafen: http://maps.secondlife.com/secondlife/Kreativdorf/131/159/23

Warum hast du meine Frage nicht beantwortet?

Keine böse Absicht, ich habe nur nicht an sie gedacht. Hinterlasse sie doch in den Kommentaren, sprich mich auf Twitter an (@wortwerken) oder schreib mir eine Mail an web@wortwerken.de und ich werde mich bemühen, eine Antwort zu finden.

 

Vielleicht sehen wir uns demnächst im Second Life. Ich würde mich freuen.

Zum Stand der Schreibdinge XXI

Das Bloggen und ich, wir haben ja auch mehr so eine On-und-Off-Beziehung. Und wie fast immer am Monatsende kommt dann die Panik auf, dass ich ja noch etwas machen müsste, um diese Beziehung ein wenig zu festigen. Daher bekommt ihr jetzt mal wieder eine Zusammenfassung der Schreib- und verwandter Tätigkeiten seit dem letzten Zwischenstand vor rund zwei Monaten:

  • Das Romanlektorat, das ich übernommen hatte, ist abgeschlossen. Es war eine sehr lehrreiche, aber auch anstrengende Erfahrung. Mal sehen, wie das Buch so ankommt.
  • Meinen Beitrag »Ungeziefer« für Michael Schmidts Anthologie »Ab 18« habe ich überarbeitet. Diese Geschichte werde ich voraussichtlich auch bei der Lesung in Second Life am 12. April vortragen.
  • Für die gleiche Anthologie habe ich eine weitere Geschichte lektoriert.
  • Dann habe ich noch eine Einsendung verhauen, weil ich den Ausschreibungstext nicht mehr klar im Kopf hatte und daher voll am Thema vorbeigeschrieben habe. Fällt unter die Kategorie »eigene Dämlichkeit«. Dennoch ist jede geschriebene Geschichte meiner Meinung nach eine gute Geschichte. Zumindest eine bessere als eine nicht-geschriebene.
  • Und schließlich wurde ich in der letzten Woche noch gleich hinsichtlich der Teilnahme an zwei Projekten angesprochen, die beide durchaus reizvoll sind. Da muss ich mal schauen, wie ich das terminlich koordiniert bekomme.

 

Second-Life-Lesung am 12. April

Am 12. April um 20:00 Uhr werde ich im Rahmen des Brennende Buchstaben E-Book Events 2015 ein paar Kostproben aus meinen Texten zum Besten geben.

Thorsten Küper alias Kueperpunk war so freundlich, eine grafische Einladung zu gestalten, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Merlin Thomas liest in Second Life am 12. April 2015

Merlin Thomas liest in Second Life am 12. April 2015

Ich würde mich freuen, wenn wir uns dort sehen.