Erschienen: »Traumhaus in idyllischer Lage«

Letzte Woche erschien in der Reihe »Phantastische Miniaturen« der Phantastischen Bibliothek Wetzlar unter der Herausgeberschaft von Thomas Le Blanc der neunte Band mit Kürzestgeschichten. Diesmal geht es um den Lebensmittelpunkt intelligenzbefähigter Lebewesen, das Haus. Oder wie der Titel des Heftes in Anlehnung an das altbekannte Sprichwoft lautet: »Home wicked home«.

Nach einer Pause im vorhergehenden Band bin ich diesmal auch wieder mit einem Beitrag vertreten. Allerdings würde ich »Traumhaus in idyllischer Lage« nicht tatsächlich als Kurzgeschichte bezeichnen. Eher als zynischen Epilog zu einem der bekanntesten und brutalste Stoffe der Phantastik.

Wer einen Blick hinter diese und 34 weitere Haustüren riskieren will, kann die Sammlung zum Preis von 3 Euro (plus Porto) direkt bei der Phantastischen Bibliothek Wetzlar bestellen.

Viel Vergnügen.

Aktuelle Ausschreibungen für phantastische Kurzgeschichten

Vielleicht möchte der oder die eine oder andere ja den Schwung aus dem NaNoWriMo nutzen und weiß noch nicht so recht, was er im Anschluss schreiben soll. Wie wäre es mal mit einer phantastischen Kurzgeschichte? Und damit die nicht so völlig in den luftleeren Raum hinein entstehen muss, folgen an dieser Stelle die Ausschreibungen, die ich zur Zeit so im Hinterkopf habe, wenn ich mir über Kurzgeschichten Gedanken mache, sortiert nach Einsendeschluss. Vielleicht ist ja für euch etwas dabei. Für Details folgt bitte jeweils dem Link.

2014-12-31: Ab 18

Hier geht’s gar nicht unbedingt um die Phantastik, aber auch nicht um Splatter und Porno, wie das Thema vermuten lassen könnte. Lest selbst: http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/topic/16910-ausschreibung-2014-12-31-ab-18/#entry290251

2015-01-01: Neustart

Thema des Monats des E-Book-Magazins Corona. http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/topic/2659-kgs-themenvorgabe-im-corona-magazine-wieder-da/page-3#entry297639

2015-02-22: Cyberpunk Now

Wie ist der Status Quo des Cyberpunks in unserer gegenwärtigen Realität? Was steht uns nächstes Jahr bevor? http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/topic/17215-ausschreibung-marburg-award-2015-cyberpunk-now/#entry298965

2015-03-01: Wer bin ich?

Thema des Monats des E-Book-Magazins Corona. http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/topic/2659-kgs-themenvorgabe-im-corona-magazine-wieder-da/page-3#entry297639

2015-03-31: Parasitengeflüster

Hierbei soll es um die Kommunikation zwischen Wirt und Parasit gehen. http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/topic/17089-ausschreibung-2015-03-31-parasitengefl%C3%BCster/#entry296136

2015-04-30: Schattenfeuer / Sternenfeuer

Einmal Fantasy, einmal Science-Fiction aus einem neuen Verlag(s-Imprint): http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/topic/17250-ausschreibung-2015-04-30-fantastik-preis-des-drachenstern-verlags/#entry299575

2015-05-01: Nichts als Ärger

Hierbei soll es um die Kommunikation zwischen Wirt und Parasit gehen. http://www.scifinet.org/scifinetboard/index.php/topic/2659-kgs-themenvorgabe-im-corona-magazine-wieder-da/page-3#entry297639

Falls ihr teilnehmt: viel Erfolg! Und vielleicht teilen wir uns ja mal den Platz zwischen zwei Buchdeckeln 🙂 .

Zum Stand der Schreibdinge XIX

Seit dem letzten Mal habe ich weiter gemacht und damit insgesamt 30 Tage am Stück jeden Tag geschrieben, bis die Strähne dann in dieser Woche von einem Abend in geselliger Runde unterbrochen wurde, aber das muss auch mal sein. Der Autor lebt nicht vom Wort allein.

Auch wenn es meistens nur so zwischen tausend und zweitausend Zeichen waren, ist das wichtige für mich die Konsistenz. Und trotz des geringen Umfangs habe ich in der Zeit einiges geschafft:

  • Der Fokus lag auf der Fortsetzung der Arbeit an meinem derzeitigen (und ersten) Langwerk, dass wohl inzwischen ein komplettes Buch werden wird. (Mehr dazu weiter unten.)
  • Daneben habe ich ein Kürzestmärchenepilog für den neunten Band der phantastischen Miniaturen der phantastischen Bibliothek Wetzler geschrieben.
  • Außerdem habe ich eine total un-phantastische Kurzgeschichte begonnen, deren Plot ich schon lange mit mir rumtrage. Diese diente hauptsächlich dazu, auch dann weiter zu schreiben, wenn es bei den anderen beiden Projekten hakte.
  • Wenn es auch bei der Geschichte stockte, dann schreib ich einfach irgendetwas in eine Datei, ähnlich wie beim Warmschreiben, aber noch weniger veröffentlichungswürdig.

Da danach gefragt wurde, möchte ich an dieser Stelle noch einige Worte zu dem Eingangs erwähnten Langwerk anbringen, das derzeit bei knapp 220.000 Zeichen steht. Es handelt sich dabei um ein Kinder-/Jugendbuch aus dem Bereich der Fantasy. Heldin ist die junge Goblin Greeta, die gerne wie die Menschenkinder auch in der Schule Lesen und Rechnen lernen möchte. Aber die Goblins lernen nur das, was sie später für ihre Arbeit als Diener der Menschen können müssen: nähen, kochen, Tiere pflegen und so weiter.

Bei einem Schulausflug zum Kräutersammeln gerät ihr tolpatschiger Mitschüler Knuut in die Fänge einiger Räuber, die merkwürdigerweise in dem Waldgebiet Schlaf-Flieder gesammelt haben. Greeta folgt ihnen und gelangt in ihr Lager. Dort wird sie jedoch erwischt und ist plötzlich auf die Hilfe Knuuts angewiesen. Wird er sie retten können? Werden sie gemeinsam den Räubern das Handwerk legen können? Und was haben die eigentlich vor?

Ich hoffe, dass ich mir diese Fragen in der Rohfassung bis zum Ende des Jahres beantwortet habe. Danach können Greeta, Knuut und der Rest der Tribrücker Goblins und Menschen dann erst mal ein paar Monate Winterschlaf halten, bevor ich mich daran mache, ihre Abenteuer zu überarbeiten. Und was danach aus ihnen wird, darüber habe ich mir noch keine weiteren Gedanken gemacht. Das wird sich dann zeigen. Vielleicht könnt ihr das Buch ja nächstes Jahr euren Kindern zu Weihnachten schenken 🙂

Gelesen: Jim Butcher – Death Masks (Book 5 of the Dresden Files) / Silberlinge

Worum geht es?

Harry Dresden nimmt an einer Fernsehtalkshow teil, um unauffällig von einem Informanten Informationen über seine verlorene Liebe Susan zu bekommen (die auf halben Weg zur Verwandlung in einen Vampir am Ende von Band 3 aus Chicago geflohen war). Einer der anderen Gäste entpuppt sich als mächtiger Vampir, der Harry zu einem Duell herausfordert, das – im Falle von Harrys Tod – den Krieg zwischen Vampiren und Magiern beenden würde. Ebenfalls vor Ort: ein Gesandter des Vatikan, der Harry damit beauftragt, das gestohlene Leichentuch von Turin wiederzubeschaffen. Als Harry mit seinem Auftraggeber zusammen das Fernsehstudio verlässt, werden sie von Handlangern des Gangsterbosses Marcone mit Gewehrfeuer erwartet. Schließlich ruft ihn sein Polizeikontakt Karen Murphy noch in eine Leichenhalle, in der ein Mann liegt, der an allen nur denkbaren Infektionskrankheiten gleichzeitig gestorben ist. Und auf dem Rückweg von dort, greift ein unvorstellbar mächtiger Dämon Harry in einer Gasse an.

Was gefällt?

Wie man sieht, geht es mal wieder rund im Leben von Harry Dresden. Auch diesmal wieder bekommt der Protagonist kaum eine Verschnaufpause und wird von allen Seiten vor unausweichbare Herausforderungen gestellt. Das unheimliche Tempo reißt einen als Leser mit.

Auch gibt es ein Wiedersehen mit verschiedenen interessanten Figuren aus den letzten Romanen, dazu aber auch wieder ein paar neue Bekanntschaften, die Lust auf mehr machen.

Schön ist auch, dass ein Handlungsfaden aus Band 3 hier endlich wieder aufgegriffen wird – wenn auch nicht unbedingt mit einem (mich) zufriedenstellenden Ergebnis.

Und schließlich schafft es Butcher wieder, ganz neue, in der Serie bislang ungenutzte mythologische Seiten aufzuschlagen, aus denen er sich hier bedient. Diesmal mit biblischem Hintergrund.

Was gefällt nicht?

Wie schon angedeutet, gefällt mir nicht sonderlich, wie einer der Handlungsfäden aufgelöst wird. Aber das ist persönliche Lesersicht. Plottechnisch kann das durchaus sinnvoll sein, mal sehen, was da noch nach kommt. (Obwohl ich wenig Hoffnung auf einen guten Ausgang habe, wenn ich einige Anmerkungen, über die ich im Internet bereits gestolpert bin, richtig deute. Bei einer so alten Serie ist es nicht immer leicht, alle Spoiler zu umgehen.)

Darüber hinaus ist das zwar ein rasantes Abenteuer, das schön an die vorhergehenden anschließt, aber mir fehlt da irgendwie etwas Neues, eine Weiterentwicklung. Das ist Mehr vom Gleichen, ja, und das Gleiche ist gut gemacht, aber beim fünften Mal nicht mehr so befriedigend wie die ersten Male.

Was kann man als Autor lernen?

Wie schon bei Band 3 beschrieben, sind die Dresden-Files-Romane meiner Meinung nach ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man seinem Protagonisten immer das Schlimmste antun sollte, was man sich ausdenken kann. Wenn man eine Figur schafft, die das durchsteht, hat man fast sicher auch eine geschaffen, die es wert ist, dass man Bücher über sie schreibt.

Fazit

Ermüdungserscheinungen? Ich weiß nicht recht. Vielleicht ein wenig bei mir als Leser. Ich glaube nicht, dass man sie dem Autor anlasten kann. Bislang hatte ich nach dem Ende eines Bandes immer gleich den nächsten gekauft, um ihn auf dem Kindle griffbereit zu haben, wenn das Verlangen mich überkommt. Dieses Mal war ich lange der Meinung, dass ich es nicht tun würde. Aber nach dem rasanten Finale habe ich dann doch wieder den Kaufknopf gedrückt. (Zumal ich auch schon gehört habe, dass die Serie sich noch steigern soll. Das will ich dann ja doch nicht verpassen.)

Zum Stand der Schreibdinge XIV

Was soll ich sagen? Ich bin immer noch fleißig.

Mein durchschnittliches Tagespensum hat sich auf viereinhalbtausend Zeichen erhöht, in den letzten Tagen liege ich meist über fünftausend.

Ich schreibe immer noch an der Geschichte, die ich letztes Mal erwähnte. Hatte ich sie ursprünglich auf vielleicht 70 – 80.000 Zeichen geschätzt, liege ich jetzt schon bei 170.000 und habe bislang gefühlt die Hälfte bis zwei Drittel der Geschichte abgefasst. Das ist wohl definitiv keine Kurzgeschichte mehr, und selbst mit intensiver Überarbeitung mache ich daraus keine mehr. (Was ganz neue Fragen der Verwertung der Geschichte aufwirft, aber darüber mache ich mir erst Gedanken, wenn ich sie fertig habe.)

Zwischendurch habe ich aber auch noch eine Kurzgeschichte geschrieben, die jetzt noch auf Überarbeitung wartet. Von der Länge her ist die genau das Gegenteil: knapp über 5000 Zeichen. Trotzdem muss ich sehen, dass ich sie noch kürze, damit sie in die Vorgaben der Ausschreibung passt. Aber da bin ich zuversichtlich.