Zum Stand der Schreibdinge XIX

Seit dem letzten Mal habe ich weiter gemacht und damit insgesamt 30 Tage am Stück jeden Tag geschrieben, bis die Strähne dann in dieser Woche von einem Abend in geselliger Runde unterbrochen wurde, aber das muss auch mal sein. Der Autor lebt nicht vom Wort allein.

Auch wenn es meistens nur so zwischen tausend und zweitausend Zeichen waren, ist das wichtige für mich die Konsistenz. Und trotz des geringen Umfangs habe ich in der Zeit einiges geschafft:

  • Der Fokus lag auf der Fortsetzung der Arbeit an meinem derzeitigen (und ersten) Langwerk, dass wohl inzwischen ein komplettes Buch werden wird. (Mehr dazu weiter unten.)
  • Daneben habe ich ein Kürzestmärchenepilog für den neunten Band der phantastischen Miniaturen der phantastischen Bibliothek Wetzler geschrieben.
  • Außerdem habe ich eine total un-phantastische Kurzgeschichte begonnen, deren Plot ich schon lange mit mir rumtrage. Diese diente hauptsächlich dazu, auch dann weiter zu schreiben, wenn es bei den anderen beiden Projekten hakte.
  • Wenn es auch bei der Geschichte stockte, dann schreib ich einfach irgendetwas in eine Datei, ähnlich wie beim Warmschreiben, aber noch weniger veröffentlichungswürdig.

Da danach gefragt wurde, möchte ich an dieser Stelle noch einige Worte zu dem Eingangs erwähnten Langwerk anbringen, das derzeit bei knapp 220.000 Zeichen steht. Es handelt sich dabei um ein Kinder-/Jugendbuch aus dem Bereich der Fantasy. Heldin ist die junge Goblin Greeta, die gerne wie die Menschenkinder auch in der Schule Lesen und Rechnen lernen möchte. Aber die Goblins lernen nur das, was sie später für ihre Arbeit als Diener der Menschen können müssen: nähen, kochen, Tiere pflegen und so weiter.

Bei einem Schulausflug zum Kräutersammeln gerät ihr tolpatschiger Mitschüler Knuut in die Fänge einiger Räuber, die merkwürdigerweise in dem Waldgebiet Schlaf-Flieder gesammelt haben. Greeta folgt ihnen und gelangt in ihr Lager. Dort wird sie jedoch erwischt und ist plötzlich auf die Hilfe Knuuts angewiesen. Wird er sie retten können? Werden sie gemeinsam den Räubern das Handwerk legen können? Und was haben die eigentlich vor?

Ich hoffe, dass ich mir diese Fragen in der Rohfassung bis zum Ende des Jahres beantwortet habe. Danach können Greeta, Knuut und der Rest der Tribrücker Goblins und Menschen dann erst mal ein paar Monate Winterschlaf halten, bevor ich mich daran mache, ihre Abenteuer zu überarbeiten. Und was danach aus ihnen wird, darüber habe ich mir noch keine weiteren Gedanken gemacht. Das wird sich dann zeigen. Vielleicht könnt ihr das Buch ja nächstes Jahr euren Kindern zu Weihnachten schenken 🙂

3 Gedanken zu „Zum Stand der Schreibdinge XIX

  1. Schlaf-Flieder klingt schon mal sehr originell. 😀
    Kinder- und Jugendbuch? Eine anspruchsvolle Aufgabe, denke ich. Mir würde, glaub ich, die Fantasie fehlen, um mich so in Kinder reinzudenken, dass die Geschichte vor allem ihnen gefällt.

    • Was ich (aus meiner derzeitigen Vorlese-Erfahrung) als größtes Problem sehe, ist den Plot wirklich wasserdicht zu machen. Kinder sind ja noch nicht von den üblichen Handlungsschemata verdorben und denken sich dann manchmal so unkonventionelle, aber stimmige Lösungen aus, mit denen der ganze Plot schon auf Seite 5 gesprengt werden kann.
      Aber erstmal die Rohfassung fertig machen und dann die Löcher stopfen. 🙂

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