Gelesen: The Dresden Files – Storm Front (Sturmnacht)

Angeregt hauptsächlich durch die häufige Erwähnung im (nicht nur) Rollenspiel-Podcast Ausgespielt habe ich mir mal den ersten (englischen) Band der Urban-Fantasy-Reihe The Dresden Files zu Gemüte geführt, die es im Original seit 2000, in Deutschland seit 2006 auf über ein Dutzend Bände um den Titelhelden Harry Dresden gebracht hat.

Worum geht es?

Harry Dresden ist der einzige Magier in den gelben Seiten von Chicago und hält sich mit magischen Ermittlungen mehr schlecht als recht über Wasser. Sein Hauptauftraggeber ist eine Spezialeinheit der Chicagoer Polizei, die ihn des Öfteren als Berater engagiert. So auch diesmal, als ein Paar gefunden wird, dem die Herzen aus der Brust geplatzt sind.

Parallel dazu soll Harry auch noch den Ehemann einer Frau finden, der vermutlich in die dunklen Gefilde der Magie abgerutscht ist.

Und er steht unter Beobachtung durch das White Council, die Autorität für alles Magische, da er selbst unter Verdacht illegaler Magieanwendung steht.

Was gefällt?

Die Vermischung klassischer Hard-Boiled-Detektiv-Elemente mit einer übersinnlichen Welt passt gut. Das Buch ist locker geschrieben und lässt sich auch in der englischen Fassung leicht weglesen. Dabei geht es aber teilweise auch heftig zur Sache.

Die Figuren sind mehr oder weniger das, was man in einer solchen Detektivgeschichte erwartet, aber individuell genug, dass sie nicht wie reine Klischees wirken. Ausgefallen ist vor allem ein Geist, der Harry als externes Gedächtnis und Recherchehelfer zur Seite steht, sexsüchtig ist und in einem Totenschädel haust. (Dadurch erinnert er mich immer ein wenig an Planescape Torment).

Was gefällt nicht?

Nicht viel. Was mich ein bisschen störte, war, dass die beiden Handlungsstränge (erwartungsgemäß) am Ende zusammenlaufen mussten. Ich hätte auch mal zwei komplett unabhängige Stränge reizvoll gefunden.

Fazit

Macht Lust auf mehr. Band 2 habe ich gerade begonnen.

Zum Stand der Schreibdinge VIII

Relativ kurzfristig, um genau zu sein, so kurzfristig, dass ich noch nicht mal dazu kam, eine Vorankündigung zu schreiben, ist meine Geschichte (Pudels) Korn und Schrot in der letzten Nacht in Ausgabe 283 des Corona-Magazins erschienen. Sie erreichte den zweiten Platz in der Ausschreibung zum Thema Zu viel Zeit und beleuchtet die klassische Frage, worauf man sich einlässt, wenn man ein Geschäft mit dem Teufel eingeht.

Ich bin gespannt, womit das Online-Phantastik-Magazin als Sieger aufwartet und kann jedem Interessierten nur empfehlen, Corona kostenfrei zu abonnieren.

Ein Diskussionsthread zu der Geschichte findet sich übrigens im Science-Fiction-Netzwerk.