Zum Stand der Schreibdinge IV

Es war recht ruhig in letzter Zeit im Blog, und hätte Manfred mich nicht mit Holz beschmissen, wären vermutlich Mai und Juni ohne Blogeintrag ins Land gezogen.

Ein Grund dafür war, dass ich mich etwas mehr mit dem Schreiben (und Überarbeiten) von Geschichten beschäftigt habe.

Die beiden beim letzten Mal als fertig empfundenen Geschichten sind bei ihren potentiellen Herausgebern grundsätzlich positiv angekommen, doch gab es (im einen Fall kleinere, im anderen etwas größere) Verbesserungsvorschläge bzw. Änderungswünsche, die ich auch ganz artig umgesetzt habe. Sieht so aus, als ständen da zwei Veröffentlichung ins Haus. Mehr dazu, wenn es ganz offiziell ist.

Und dann näherte sich mit großen Schritten der Einsendeschluss für die nächste Geschichte, die ich im Sinn hatte. Und zu meiner eigenen Überraschung konnte ich ihn tatsächlich halten. An den letzten drei Tage zuvor habe ich je deutlich über 1000 Worte geschrieben. Ansonsten krebste ich mehr so zwischen 50 und 250 herum, und das auch nicht täglich. Aber in der Phase »lief« es richtig, wie man sagt. Da fühlte ich mich fast ein bisschen wie ein Schriftsteller.

Eine Woche früher fertig zu werden und Zeit für eine gründlichere Überarbeitung zu haben wäre natürlich noch schöner gewesen. Aber die Hauptsache ist für mich, etwas zu Ende geschrieben zu haben. Das motiviert ungemein.

Die Produktivität konnte ich dann auch gleich in das nächst Projekt mit hinüberziehen; eine Geschichte, um die ich sogar gebeten worden war. Auch die konnte ich relativ schnell abschließen und absenden. Sie harrt jetzt der Rückmeldung.

Danach lag noch einmal eine weitere Überarbeitung für eine der vorherigen Geschichten an (siehe dritter Absatz), die sich doch etwas länger hinzog, aber der Geschichte gut tat.

Fazit für die erste Jahreshälfte: zwei Zusagen, zwei noch im Rennen. Das ist doch gar nicht schlecht.

Und als persönlicher Bonus: deutliche Produktivitätssteigerung, sowie das Gefühl, dass mir etwas fehlt, wenn ich nicht schreibe. Langsam kommt die Routine.

Dennoch hatte ich mir für Juli und August eine Schreibpause zur Klausurvorbereitung vorgenommen. Doch dann kam da in einem Forum eine PM mit der Einladung, eine Geschichte einzureichen. Und da kribbelte es doch gleich wieder in den Fingern, das Gehirn begann, mir Ideen vorzuwerfen und morgen werde ich wohl ein neues Dokument öffnen. So ist das wohl mit dem Schreiben. Besser als ohne.

Kleiner Nachtrag: Beim Zähneputzen fiel mir gerade wieder ein, dass Anfang des Jahres ja noch eine weitere Geschichte sich auf den Weg gemacht hat, sich einen Platz in einer Anthologie zu erkämpfen. Fazit 2012/1 lautet also: zwei Zusagen, drei im Rennen. Noch besser.

Ein Gedanke zu „Zum Stand der Schreibdinge IV

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